Stress begleitet viele Menschen durch den Alltag. Meist ist er gut zu bewältigen – problematisch wird es, wenn Belastung anhält und Erholung fehlt. Dann können Warnsignale entstehen, die ernst genommen werden sollten.[1][2]
Das Wichtigste auf einen Blick
Stress ist eine natürliche Reaktion des Körpers und gehört zum Leben dazu. Hält Stress jedoch lange an und fehlen Erholungsphasen, kann er die Leistungsfähigkeit einschränken und krank machen. Burnout gilt dabei als Risikofaktor für weitere Erkrankungen.[1][3][4]
Was ist Stress und was bedeutet Burnout?
Stress ist eine ganz natürliche Reaktion des Körpers, die unsere Alarmbereitschaft in herausfordernden oder bedrohlichen Situationen erhöht.[2][5] Diese Stressreaktion ist grundsätzlich sinnvoll und hilft, kurzfristige Herausforderungen zu bewältigen.[5] Für kurze Stressphasen ist der Körper gut gerüstet und erholt sich in der Regel schnell wieder.[2]
Problematisch wird Stress vor allem dann, wenn er sehr stark ist oder über längere Zeit anhält. Die überlebenswichtige Stressreaktion ist nämlich nur auf kurze Zeitspannen ausgelegt.[6] Burnout beschreibt einen Zustand starker Erschöpfung, der mit dauerhaftem Stress in Verbindung steht und als Risikofaktor für weitere Erkrankungen gilt.[4]
Warum ist das wichtig?
Gelegentlicher Stress gehört zum Alltag, und die meisten Menschen können gut damit umgehen.[1] Fehlen jedoch ausreichende Erholungsphasen, kann Stress die Leistungsfähigkeit einschränken oder sogar krank machen.[7] Dauerhafter Stress kann sich unter anderem auf Konzentration, Schlaf und körperliches Wohlbefinden auswirken.[7]
Lang anhaltende Stressbelastung betrifft nicht nur die Psyche, sondern kann auch körperliche Prozesse beeinflussen. Deshalb ist es wichtig, Belastungen früh wahrzunehmen und Erholung bewusst einzuplanen.[3]
Häufige Missverständnisse / Mythen
- „Stress ist immer schlecht.“ – Stressreaktionen sind grundsätzlich sinnvoll und helfen, akute Herausforderungen zu bewältigen.[5]
- „Resiliente Menschen haben keinen Stress.“ – Resilienz bedeutet nicht, dass man sich nie schlecht fühlt oder gestresst ist.[8]
- „Erholung passiert von selbst.“ – Ohne bewusste Erholungsphasen kann anhaltender Stress die Gesundheit beeinträchtigen.[7]
Was kann ich selbst tun?
Es gibt verschiedene alltagsnahe Ansatzpunkte, um besser mit Stress umzugehen. Wichtig ist dabei, realistisch zu bleiben und keine schnellen Lösungen zu erwarten.
- Darauf achten, dass auf Arbeitsstress kein zusätzlicher Freizeitstress folgt.[9]
- Regelmäßige Bewegung in den Alltag einbauen – sie kann das Stressniveau senken und die Leistungsfähigkeit steigern.[10]
- Eine Liste mit Dingen erstellen, die dir bei Stress bisher geholfen haben.[11]
Auch das Vermeiden stressiger Situationen kann kurzfristig entlasten, ist jedoch nicht immer möglich oder ausreichend.[11]
Wann sollte ich ärztliche Hilfe suchen?
Wenn Stress über längere Zeit anhält, das Wohlbefinden deutlich beeinträchtigt oder Symptome wie anhaltende Müdigkeit und Schlafprobleme auftreten, ist es sinnvoll, ärztlichen Rat einzuholen.[3] Bei schweren Belastungen kann auch beurteilt werden, ob weiterführende Maßnahmen zur Erholung medizinisch notwendig sind.[12]
Hinweis: Diese Informationen ersetzen keine medizinische Beratung.
Quellen
- [1] stiftung-gesundheitswissen.de: "Stressbewältigung: Strategien gegen Stress", 2023-05-16, URL: https://www.stiftung-gesundheitswissen.de/psychische-gesundheit/stressbewaeltigung (abgerufen am 2026-01-05).
- [2] stiftung-gesundheitswissen.de: "Stress: So beeinflusst er den Körper", 2023-05-16, URL: https://www.stiftung-gesundheitswissen.de/psychische-gesundheit/stress (abgerufen am 2026-01-05).
- [3] gesundheit.gv.at: "Gut schlafen | Gesundheitsportal", 2021-11-15, URL: https://www.gesundheit.gv.at/krankheiten/gehirn-nerven/schlafstoerungen/gut-schlafen.html (abgerufen am 2026-01-05).
- [4] gesundheit.gv.at: "Burnout | Gesundheitsportal", 2022-12-20, URL: https://www.gesundheit.gv.at/krankheiten/psyche/burnout.html (abgerufen am 2026-01-05).
- [5] gesundheit.gv.at: "Was ist Stress? | Gesundheitsportal", 2021-12-21, URL: https://www.gesundheit.gv.at/leben/stress/was-ist-das.html (abgerufen am 2026-01-05).
- [6] diabinfo.de: "Stress abbauen für die Gesundheit", 2024-05-07, URL: https://www.diabinfo.de/vorbeugen/was-kann-ich-tun/stress-vermeiden.html (abgerufen am 2026-01-14).
- [7] medizin-transparent.at: "Rosenwurz: Wirkung gegen Stress?", 2018-03-26, URL: https://medizin-transparent.at/rosenwurz-wirkung (abgerufen am 2026-01-04).
- [8] gesundheit.gv.at: "Die Psyche stärken mit Resilienz | Gesundheitsportal", 2024-06-13, URL: https://www.gesundheit.gv.at/leben/psyche-seele/praevention/psyche-staerken.html (abgerufen am 2026-01-05).
- [9] gesundheit.gv.at: "Erholung im Alltag & Urlaub | Gesundheitsportal", 2021-12-21, URL: https://www.gesundheit.gv.at/leben/stress/urlaub.html (abgerufen am 2026-01-05).
- [10] gesundheit.gv.at: "Gesunde Bewegung im Alltag | Gesundheitsportal", 2021-12-23, URL: https://www.gesundheit.gv.at/leben/bewegung/gesunde-bewegung/alltag.html (abgerufen am 2026-01-05).
- [11] gesundheit.gv.at: "Stress bewältigen | Gesundheitsportal", 2021-12-21, URL: https://www.gesundheit.gv.at/leben/stress/entspannt-bleiben.html (abgerufen am 2026-01-05).
- [12] gesundheit.gv.at: "Kuraufenthalt | Gesundheitsportal", 2022-06-27, URL: https://www.gesundheit.gv.at/gesundheitsleistungen/kur-reha/kur-aufenthalt.html (abgerufen am 2026-01-05).
Nächster Schritt
Nimm dir einen Moment Zeit und überprüfe, wo du dir im Alltag bewusst kleine Erholungsphasen schaffen kannst.